Der Ideengeber für ein paar Rad-Etappen im Ost-Harz kam von Werner. Ist er doch in Osterode aufgewachsen und hatte nun freien "Grenzübertritt" in die ehemaligen Ostteile im Harz. Nachdem alle Informationen gesammelt waren, machte Werner sich auf die Suche nach einem geeigneten Standort bzw. Unterkunft. Die Wahl fiel auf ein Hotel in Bad Suderode in der Nähe von Quedlinburg. Meine Wenigkeit wurde als "Domestike" für den Radtransport und die detailierte Streckenführung verpflichtet.

Am Ankunftstag 15.09. stand noch eine Halbetappe mit 44 km auf dem Programm, vom Quartier ging es gleich 7 km bergauf, dafür 9 km wieder runter bis Thale.
Bei Neinstedt überraschte uns dann eine seltene Felsformation, genannt Teufelsmauer, wir wollten näher ran aber im romantischen Bodetal war Endstation für die Räder, es ging nur noch über einen Fußpfad, wir verzichteten und in Erinnerung bleiben die beiden nachfolgenen Bilder.

 

2. Etappe 16.09. "Kyffhäuser Acht", 120 km und 1358 Hm

Damit die Streckenlänge und auch Höhenmeter nicht ausuferten nahmen wir das Auto für 30 km An/Abfahrt und starteten in Alexisbad im Selketal. Hier taucht man in die Nostalgie ein, alles unverändert, die Selke-Talbahn fährt imme noch, verschlafene Nester, ein Paradies für Wanderer. Nach 60 km durch welliges Gelände dann das Highlight der Tour,
der Anstieg zum Kyffhäuser-Denkmal. Eine kurze Besichtigung war genehmigt, nur die Aussicht war etwas dunstig wegen des wärmsten Sommertages in der Woche.
Mit Bad Frankenhausen war dann der südlichste Punkt unserer "Acht" erreicht und auch die verdiente Kaffeepause. Vorbei an der Barbarossahöhle steuerten wir die Kelbra-Talsperre an und hatten dann noch einen 9km-Anstieg auf die Harzhöhen, ehe uns das enge Selketal wieder aufsog.

 

3. Etappe 17.09. "Zum Großen Auerberg", 101 km und 1348 Hm

Von der Unterkunft weg ging es östlich in einem Bogen über Ballenstedt, Harzgerode bis zum Großen Auerberg (580m), dem höchsten Punkt all unserer Touren.
Nach dem Gipfelsturm der Blick auf das Josephskreuz. Kurzer Schreck auf der Abfahrt, das Navi zeigt uns den Weg in einen Hohlweg, aber wir sind den gleichen Weg 1,5 km zurück bis zur Hauptstrasse. Stolberg und ein paar Hm  ließen wir aus und machten uns auf die Suche nach einem Cafe, erst in Friedrichsbrunn wurden wir fündig. Wir hatten die heutige Route bereits abgeändert, weil wir uns noch das Weltkulturerbe Quedlinburg anschauen wollten. Belohnt wurden wir mit tollen Eindrücken in der Altstadt und mit vielen Pflastergassen.
Am Marktplatz konzentrierten sich die Touristenströme und wir mussten 20 min warten ehe wir einen Platz an der Sonne ergattern konnten. Werner genoß dies alles wie das Bild zeigt, und wir beschlossen auch unser Abendessen hier einzunehmen. Nach erneutem Pflaster erreichten wir die Stadtgrenze und einen fast neuen Radweg 8 km bis nach
Bad Suderode. Den Schlaftrunk nahmen wir im Kurcafe ein, um 21 h wurden wir dezent aufgefordert das Lokal zu verlassen, Bürgersteige, falls vorhanden, waren hochgeklappt !

 

 

4. Etappe 18.09. "Auf und Ab um Thale", 102 km und 1439 Hm

Ab Suderode ging es nach Thale, wo uns 3 km mit 14% erwarteten. Entschädigt wurden wir bei der Weiterfahrt durch das romantische Bodetal, Ost-Nostalgie pur in Treseburg und Altenbrak. Über Blankenburg ging es dann nach Rübeland und die Auffahrt zur Rappbodetalsperre, wegen Touristen-Hotspot hier nur Fotoshooting. Auf Werner´s Wunsch verkürzten wir die Strecke um Hasselfelde um zum Schluß wieder in Quedlinburg zu landen. Bei Allrode dann eine gesperrte Strasse bis Treseburg, die wir aber unbedingt wegen der tollen Landschaft fahren wollten. Nach Rücksprache mit Einheimischen sind Holzfällarbeiten der Grund für die Sperrung. Wir gingen das Risikio ein und mogelten uns durch alle Absperrungen, auf den 9 km  leicht bergab bei 2-3 % haben wir weder Maschinengeräusche wahrgenommen noch einen arbeitenden Menschen gesehen. In Treseburg waren wir ja schon am Vormittag und so wussten wir wo es Kuchen und Kaffe gibt. Ein lauschiges Plätzchen direkt an der Bode genosssen die beiden im SGS-Trikot.
Danach ging es über 4 km wieder aus dem Bodetal hoch und die holprigen 14 % wieder nach Thale runter. In Quedlinburg konnte Werner es kaum erwarten und erstürmte die gleiche Gastronomie wie am Vortag, das Schwarzbier stand schon auf dem Tisch,"Haha" !

Über die Talsperre führt eine Hängeseilbrücke, mit Station für Bungeesprünge (da sind gerade welche gesprungen)

 

Fazit : Wir haben tolle Eindrücke von allen Etappen mitgenommen, wir waren beide mit FAZUA-Antrieb unterwegs und deshalb gab es keine Abstände bei den Anstiegen. Mein Akku hatte am Ende immer noch 20 % Reserve, d.h. bei Strecken über 1500 Hm wäre Schluß mit Wattunterstützung. Übrigens die Hexen haben wir nicht gesehen wie sie auf ihren Besen durch die Täler schwirrten !!!
Die Routenauswahl haben wir aus dem Harzer Rennrad-Guide getroffen und die gpx-Dateien von www.rennrad-harz.de heruntergeladen !
Vielleicht gibt es ja im nächsten Jahr eine Wiederholung, ein Dankeschön an Werner als Treiber für dieses Radtouren-Projekt !

Rollido Euer Klaus W.

 

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