Nach einem Wochenende bei meinem Bruder und Schwägerin im Schwarzwald nutzten meine Frau und ich die Gelegenheit ab Villingen-Schwenningen den Neckartal-Radweg zu befahren.
Das Einleitungsbild zeigt den Ursprung des Neckars, eine einfache Holzstehle im Schwenninger Moos (obwohl andere Quellen auch Villingen als Ursprung erwähnen).


Die nachfolgenden Bilder gewähren ein Einblick in das Moos und nachdem wir Schwenningen fast verlassen hatten noch schnell ein Schnappschuss, der den Neckar als Rinnsal zeigt.

neckar anfang

 

Weiter ging es nach Rottweil mit der historischen Altstadt, im Dunstkreis von der Stadt waren einige Steigungen zu bewältigen. In Sulz (ehemalige Salzgewinnung aus Solebrunnen) dann die verdiente Kaffeepause und die letzten km hin zu unserem Tagesziel Horb am Neckar. Von den ca. 250 Hm abwärts merkte man nichts, durch diverse Gegensteigungen kam man auch
auf 200 Hm bergauf, am Ende waren es 75 km ! In Horb war dann ein Corona-Test notwendig, damit ich überhaupt ins Hotel konnte, den negativen Bescheid konnte ich dann am nächsten Tag (24h) auch noch als Eintrittskarte ins Hotel nutzen.
Kurz nach dem Abendessen wurden wir auf einem Rundgang in Horb vom Regen überrascht und ab zurück ins Hotel, der Abend war gelaufen.

 

Am nächsten Tag bewölkt, unterwegs leichter Regen, der uns dann in Rottenburg zu einer Kaffeepause zwang. Nach Aufhellung peilten wir das Ziel Tübingen an, die 36 km waren um 12 h auch geschafft und wir machten uns durch die verwinkelte Altstadt auf die Suche nach unserem Hotel. Dank Garmin-Navi war das Hotel gefunden und nach dem Klamottenwechsel streiften wir den Nachmittag durch Tübingen. Die Uni-Stadt hat Ihren eigenen Charme, wohl geprägt durch etliche Dichter, Denker und Forscher. Bei unserem Rundgang fanden wir etliche Zeugnisse unserer Vorgänger-Generationen.
Verkehrstechnisch ist Tübingen durch die hügelige Struktur eine noch größere Herausforderung wie Erlangen.

 

 

 

Die 3. Etappe entlang des Neckars führte nur über 44 km bis nach Plochingen, wo wir den Zug zurück nach Tübingen benutzten. Das Wetter war sonnig und so genossen wir den Naturraum im Neckartal. Durch die vielen Regenfälle führte der Neckar nur braune "Brühe" mit sich und nur sehr wenige Abschnitte waren ansehlicher !

 

 

 

Den Nachmittag nutzte ich für die Rücküberführung unseres Autos nach Tübingen.
Tübingen-Horb-Rottweil-Schwennigen mit 2x umsteigen, das war der "Erlebnis-DB-Nahverkehrs-Fahrplan".
Mit Verspätung der RB74 gestartet, unterwegs nochmals Warteminuten wegen Gegenzug, dann in Horb gerade noch den IC nach Rottweil erwischt, wieder irgendwo warten auf Gegenzug, die Nerven lagen blank, in Rottweil angekommen zum Glück auf gleichem Bahnsteig rein in das "Hohenzollernbähnle" und nach 1h40min in Schwenningen angekommen.
Mit Rädern hätte das Vorhaben nicht funktioniert, das letzte "Bähnle" war randvoll (nur ein "Wägle") !
Die 80 km bis Tübingen mit Auto waren problemlos, bei Durchfahrt Tübingen fand ein Unwetter seinen Lauf, kam gerade vor der harten Front am Hotel an. Jetzt ging es richtig los und dauerte ca. 1 h, heftiger Regen mit Hagelkörnern 1-2 cm !
Gott sei Dank hatte unser Hotel ein Restaurant und das Abendessen war gerettet. Draußen wütete das Unwetter, später die Ungarischen Fussballer  gegen unsere "schlappen Kicker". Sirenengeheul den ganzen Abend in Tübingen.
Am nächsten Tag dann die Informationen über die Schäden im Neckartal, in Tübingen schossen die Wasser/Hagelmassen durch die Altstadt, im Schlossbergtunnel steckten die Fahrzeuge in den Hagelbergen fest (30 min vorher bin ich noch mit dem Auto durch). Jetzt aber langsam Schluss mit dem "Wolfsgeheul".

Zur Orientierung benutzte ich die heruntergeladene GPX-Datei, einen Neckartal-Radführer und die Beschilderung.
Den Großraum Stuttgart haben wir bewußt gemieden, bis Plochingen war es o.K. !
Die Radwege waren ca. 20% unbefestigt aber gut zu fahren, keine Matschpassagen.
Die Strecke von Marbach bis Heidelberg werden wir ein anders Mal unter die Räder nehmen.

Rollido, Euer Klaus W.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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