Die Friedensfahrt von 2026 führt uns dieses Jahr nach Erlangen, nachdem wir 2024 in Cumiana waren. Als Startpunkt wurde Krakau ausgewählt. Der Höhepunkt dieser Tour ist diesmal keine Passhöhe, sondern der Besuch vom KZ Auschwitz. Die Friedensfahrt findet seit den den frühen Nuller - Jahren statt. Zunächst in kleinen Kreis und nach Nationalität getrennt. 2009 fuhren erstmals gemeinsam Italiener und Deutsche. Diese Fahrt stellt unsere 9. gemeinsame Radl-Tour dar.
Krakau
Die Anreise nach Krakau war uneinheitlich. Die unterschiedlichsten Verkehrsmittel (Auto, Lieferwagen, Zug, Flugzeug oder Radl) wurden gewählt. Der ein oder andere kam schon ein paar Tage früher an, um sich die sehenswerte Stadt - immerhin Weltkulturerbe - anzuschauen. Aus Cumiana reiste eine ganze Delegation von Angehörigen und Freunden der Friedensfahrt schon am Dienstag mit den Flieger an und blieb bis zum Samstag.
Ein erster Blick am Abend auf die Wawel-Burg von Krakau, die über der Weichsel thront.
Am Mittwoch Abend stand der Besuch des Salzbergwerkes Wieliczka an. Die Tickets haben wir schon Wochen vorher gebucht, den ein spontaner Besuch mit so großer Gruppe ist unmöglich. Hier gab es ein erstes Wiedersehen alter Freunde bzw. das Kennenlernen von neuen Freunden aus Argentinien.
Ein Bergwerk stellt man sich wie folgt vor: Lange, enge Stollen, die in den Berg führen.
Doch diese Führung ist anders. Die Tour zeigt wenig Technik und umso mehr Attraktionen für die Besucher. Unzählige Bilder, Statuen, Räume, Hallen, Kappellen sind zu sehen. Auf Nachfrage, erfahre ich, dass es noch eine andere Tour gibt, wo es richtig ins Bergwerk geht. Hier sind Helm, Helmlampe und Gummistiefel Pflicht. Unser Tour-Guide arbeitet noch selbst im Bergwerk und erzählte, dass er öfters bis in den Knien im Wasser steht.
Spät nach 20 Uhr geht es vom Vorort ins Stadtzentrum zurück. Mit Ach und Krach finden wir noch eine Gaststätte, die uns noch bewirtet. Knapp am Döner vorbeigeschrammt.
Am Donnerstag packen Klaus & Manfred & Klaus den deutschen Lieferwagen und machen sich mit unseren wertvollen Rädern auf den Weg.
Der Großteil der deutschen Gruppe reist mit den Zug an. Nur 1x Umsteigen in Leipzig. So fährt es sich entspannt, auch wenn der Zug mit leichter Verspätung angekommen ist.
Am Donnerstag ist Sight-Seeing-Tag. Wir streifen durch die Weltkultur-Erbe-Stadt mit den Marien-Basilika, von dessen Turm stündlich das Hejna-Lied spielt, welches abrupt abbricht.
Mitten auf den riesigen Stadt-Platz stehen auch die Tuchhallen. Früh am Morgen ist noch alles geschlossen und menschenleer. Tagsüber herrscht hier reges Treiben an den Touristen - Läden.
Eindruck an der Stadt-Mauer
In Krakau wurden die Juden in das Ghetto verschleppt. Heute erinnert daran der "Platz der Helden des Ghettos" . Hier stehen 70 Stühle, die jeweils an 1000 Tote erinnern. Die Stühle zeigen in verschiedene Richtungen
Schindler's Fabrik ( =Zwangsarbeit)
in die Straße ul Lwowska ( = Deportation in ein Vernichtungslager)
in einen Innenhof ( = Erschießung im Ghetto)
Apotheke ( = Hoffnung und Rettung)
Fuß- und Radfahrer-Brücke über die Wechsel mit zahlreichen Skulpturen
das Nürnberger Haus. Nürnberg und Krakau sind Partnerstädte.
Am Abend finden wir uns alle zum gemeinsamen Abendessen ein.
Einige Monate später lese ich in der ZEIT ein Poträt über die Stadt und bemerke, dass ich so vieles nicht gesehen habe und nochmal kommen muss.
Am nächsten Morgen sammeln wir uns alle an der Weichsel zum Gruppenbild ein. Nebne den Radlern sind auch die restlichen Besucher aus Cumiana mit auf den Bild.
Die heutige Etappe ist kurz & flach (weniger als 70km). Wir haben auch einen gewissen Zeitdruck, da um 14 Uhr schon die italienische Führung durch das KZ Auschwitz beginnt und die deutsche nur etwas später. Schnell in die Herberge. Umziehen & Duschen und dann weiter zur Gedenkstätte. Ein Besuch von Auschwitz bedarf einen gewissen Planungs- und Organisationsaufwand. Ein Besuch ist nur über Organisationen möglich und man muss sich Wochen vorher anmelden. Leider kann man nur den Tag, aber nicht die Uhrzeit aussuchen. Die Zeit bekommt man wenige Tage vorher genannt und diese kann sich kurzfristig noch ändern (so passiert bei der italienischen Führung). Beim Eintritt muss man sich ausweisen und wird ähnlich wie am Flughafen auf gefährliche Gegenständen kontrolliert.
Kurz & knapp: Für den Besuch sind einige Hürden zu überwinden.
Schließlich haben wir es geschafft und treten in das Stammlager I durch das bekannte Tor mit seiner Inschrift.
Falls es jemanden beim oberen Bild die versteckte Botschaft nicht aufgefallen ist, hier nochmal eine Vergrößerung. Die Arbeiter haben damals das B einfach auf den Kopf gestellt und damit den Widerstand ein Bild gegeben.
Das Stammlager besteht aus massiven Steinhäusern (entgegen zum Stammlager II auch bekannt als Auschwitz-Birkenau. Dort wurden meist nur Holzbaracken gebaut).
In Gruppen wird man durch das Lager geführt. In den Gebäuden wird die Geschichte und Grauen des Lagers erzählt. Woher kamen die Insassen? Wie lang war ihre Lebenserwartung? Von den Verstorbenen sind Berge von Koffern, Kleidung, Schuhen, Protesen und gar von ihren Haaren aufgetürmt. Man ist fassungslos, obwohl unser Guide (eine polnische Lehrerin, die in ihrer Freizeit Führungen gibt) die ganze Geschichte sachlich und ohne Emotionen erklärt.
Die Häftlinge mussten jeden Tag die Strecke von Stammlager I nach Ausschwitz - Birkenau laufen. Wir fahren mit den Bus. Dann kommen wir zum Torhaus mit Bahnanschluss. Der Bahnanschluss wurde nur gelegt, da man sich die Zeit sparen wollte, die die Neuankömmlinge benötigten um vom Bahnhof zum Lager zu laufen.
Die Holzbaracken vom Lager stehen nicht mehr. Aus Not wurden sie nach den Weltkrieg abgebaut. Nur noch die Schornsteine stehen. Das Lager ist riesig. Man sieht das Ende des Feldes nicht. Das ganze ist so ungeheuerlich groß, dass man es nicht erfassen kann. 400 000 Menschen hausten hier. 1.3 mio Menschen wurden hierher verschleppt und 1.1 mio ermordet. Auschwitz ist der größte Friedhof der Welt.
Blick auf diie Rampe und gleich daneben liegen die (gesprengte) Gaskammern und Krematorium.
Die Führung hat 3-4 h gedauert und die Eindrücke und Informationen haben bei jeden ihre Spuren hinterlassen. Daher ist Foto am nächsten Tag eher ein tristes Erinnerungsfoto.
Am zweiten Tag geht es weiter durch Polen. Kaum Verkehr auf den Nebenstraßen, die meist in guten Zustand sind. Anstiege gibt es auf den ersten Drittel keine und so radeln wir im großen Verband durch die herrliche Landschaft.
Bald erreichen wir Schlesien und in Pszcyna (dt. Pless) halten wir am Marktplatz. Andere Radfahrer werden begrüßt. Heute am Samstag Vormittag ist Gottesdienst und die Kirche ist so gut besucht, dass sogar Leute im Freien stehen.
Nun zerbröselt etwas das Feld und kleineren Gruppen geht es auf den Radweg weiter Richtung Westen. Erlangen ist noch weit, aber mit jeden Tritt kommen wir ein Stück näher.
Unverhofft kreuzt uns dann ein Hochzeits-Auto mit Brautpaar. Auch in Polen gibt es den Brauch, das Auto aufzuhalten und alles Gute zu wünschen.
Gemeinsamer Fotostopp unserer Damen in Wodzislaw Slaski (dt. Loslau) am Stadtplatz.
Nun wird es etwas hügliger und wir erklimmen einen Aussichtspunkt über den Oder-Tal.
Langsam nähern wir uns Tschechien. In der Ferne ist das Altvater-Gebirge zu sehen mit den markanten Fernsehturm auf den Praded (dt. Altvater) 1491 m. Nur noch eine Abfahrt und wir verlassen Polen zum ersten Mal.
Der Grenzübergang ist ein schmaler Radweg. Nur unterschiedliches Design der Straßenschilder lassen erkennen, dass man nun in Tschechien ist. Unser Ziel ist Krnov (dt. Kiertz). Hier liegt die Wiege vom Kofola. Ein tschechisches Erfrischungsgetränk, das einst als Alternative für die West-Colas diente. Es hat seinen eigenen Geschmack und gehört einfach zum einem Tschechien-Besuch einfach dazu. Leider ist das Firmengelände unscheinbar - nur das Firmenschild weist auf dessen Existenz hin.
Kurze Rast in der Stadtmitte, bevor wir dann zu unseren Hotel in Außenbezirk weiterradeln. Es liegt auf einen Hügel und wir haben eine Art Bergankunft.
3.Etappe: Kiertz / Krnov - Polanica Zdroj / Bad Altheide
Die heutige Etappe kann sich nicht entscheiden, ob sie lieber in Polen oder Tschechien ist. Schon nach wenigen Kilometern verlassen Tschechien nach Polen, um dann nach wenigen weiteren Kilometern wieder zurück nach Tschechien zu kommen. Die Route führt über viele km direkt an der Grenze entlang. Am Ende schlafen wir dann doch in polnischen Kurort Polanica Zdroj bzw. Bad Altheide.
Für die heutige Etappe ist in der zweiten Hälfte Regenwetter angesagt. Es soll der einzige Niederschlag der gesamten Tour sein. Eigentlich hätte mir bei diesen Wetter die direkte Route ausgereicht, aber ich habe mich von Davide C. überreden lassen, doch noch die Schleife nach Tschechien zu drehen.
Da wir 200km auf den Plan haben, fahren wir schon viel früher als die anderen los.
Uns zwei und auch alle den anderen fällt das Feld mit den lila Blumen auf.
Unsere Route führt uns durch Javornik mit den Schloss.
Der letzte Grenzübertritt liegt auf einen Bergrücken.Direkt danach ist ein Verpflegungspunkt. Welch ein Glück, dass es hier eine Unterstell-Hütte gibt, denn es regnet immer wieder. So kann wenigstens der Kaffee im Trockenen getrunken werden.
Davide und ich hängen noch eine Schleife dran und wir sind wieder in Tschechien. Immer wieder regnet es. Erst wenig, dann wird der Niederschlag stärker, so dass man die Regenjacke anzieht. Keine 5 Minuten später ist es wieder mehr oder weniger halbwegs trocken, dass man die Jacke wieder auszieht. Das Spiel wiederholte sich mehrmals.
Am Marktplatz von Grülich / Kraliky im Jahr 2026 bleiben wir kurz stehen und essen unsere Brote.
Hier war ich schon einmal im Jahr 2019 auf der Fahrt von Dresden nach Wien und habe aus derselben Perspektive dasselbe Bild geschossen. Erst beim Schreiben vom Bericth ist es mir aufgefallen.
7 Jahre sind vergangen. Alles sieht mehr oder weniger gleich aus. Nur ich bin gealtert.
Am Abend gibt es ein üppiges Abendessen. Es werden Schüsseln mit schlesischen Speisen auf den Tisch gestellt und wie halt Radfahrer so sind, werden alle Schüsseln geleert. Danach spazieren wir noch zum Kurpark.
Wer ist der größere Denker? Luisa oder der Mann mit den Schachbrett?
4.Etappe: Polanica Zdroj / Bad Altheide - Jicin / Jitschin
Immer weiter geht nach Westen. Wir auf der Straße und der Zug auf den Gleis - nur endet dies auf halber Strecke.
Polen ist ja zum großen Teil flach. Nur im Süden gibt es ein Mittelgebirge. Damit wir wenigstens einen polnischen Pass fahren, habe ich die Route über den Fuchspass mit immerhin knapp 800m Scheitelhöhe geführt. Auf kleiner Nebenstraße mit wenig Verkehr geht es nach oben. Die Gruppe zerreißt natürlich. Dann geht es gut ausgebautet Straße mit mäßigen Gefälle über 9km in den Kurort Kudow Zdroj. Den Kurpark umfahren wir und uns guckt ein Steinmännchen entgegen.
Gleich in der Nähe liegt in Czerman eine von außen unscheinbare Kapelle. Im Inneren sind jedoch die Totenkopfkapelle tausende von Gebeine arrangiert.Mit etwas Schaudern in den Beinen radeln wir weiter und überqueren zum letzten Mal die Grenze zwischen Polen und Tschechien.
Am Marktplatz von Nachod gibt es die wohlverdiente Verpflegungspause, denn danach geht es immer leicht hügelig wetier. In Ceszka Skalice radeln wir am Museum Božena Němcová vorbei, einer nationalen Schriftstellerin, die hier wohnte. Im Gebäude ist auch ein Textil-Museum angeschlossen. Für die Zutaten wirbt ein großes Schild. Leider habe ich erst daheim bemerkt, welche außergewöhnlichen Mittelchen hier in Flaschen abgefüllt sind. Hier ein Auswahl:
lenost / Faulheit
vasen / Leidenschaft
empate / Empathie
ostych Schüchternheit
zklamani / Enttäuschung
pokora / Bescheidenheit
Unav / Ermüdung
Das große Feld ist längst zerfallen und es finden sich kleine Grüppchen zusammen.
Zweiter und letzter Verpflegungspunkt in Miletin nach 90km. Für ausreichend Energie versorgt uns vorbildlich unser Begleit-Team mit Elisa, Sergio, Klaus und Manfred. Wenn jemand auf dieser Fahrt abgenommen hat, dann lag es bestimmt nicht an mangelnden Essen bei den Pausen.
Etappenziel ist heute die Wallenstein-Stadt Jičín (dt. Jetschin). In der Stadt geht es recht ruhig zu - kaum jemand ist auf den Straßen. Scheinbar sind die Bewohner an den heutigen Feiertag in den Urlaub gefahren.
Unser Hotel liegt direkt in der Altstadt und so können wir nach der Ankunft in Ruhe in die Fußgängerzone flanieren und dies ein oder andere Kleinod entdecken, wie z.B. das rote Radl.
Mauro ist immer für einen Spaß mit Francesco zu haben. Ein Bär mit Brille - sozusagen ein Brillenbär. Ja, Bären so es im Osten Europas wirklich noch geben.
Ursprünglich plante ich eine Route über Adersbach, um dort das mystische Felsenlabyrinth anzuschauen - doch man konnte die Etappen hin- und herschieben. Es funktionierte nicht mit 8 Etappen. Um wenigstens ein bißchen von den Sandsteinen in CZ zu sehen, führte ich die Route nun den Prachauer Felsen. Wer besuchen wollte, der packte seine Lauf-Schuhe ein und wanderte ein kurzes Stück in den Felsenpark.
Der Abstecher war schon nach 8km und viele weitere km zu fahren. So war es unklar, wie viel Zeit für die Wanderung haben. Durch den Park hätte man ohne Probleme einen ganzen Tag laufen können. So kehrten wir nach 1 Stunde wieder zu unseren Rädern zurück, da uns nicht geheuer war, was uns noch alles erwartet.
Über einsame Landstraßen kommen wir knapp an der Burg Trosky vorbei.
Kirche bei Prasivci.
Dann sollte uns die Route zur Burg Zamek Hruba Skala bringen, doch 3km vorher ist eine Baustelle. Die komplette Fahrbahn ist an einem Steilhang abgerissen. Auch für Radfahrer ist hier kein Durchkommen. Die Umleitung führt uns bergab, obwohl wir lieber auf den mühsam erklommen Bergrücken bleiben wollen. Thomas ist ganz fix mit der alternativen Routenplanung und findet einen winzige Straße, die zwar ziemlich steil, aber umso schöner ist. Man kommt direkt an die Sandstein-Felsen vorbei. Diesmal gratis - ich Park voher hatten wir noch dafür 4 EUR dafür löhnen dürfen.
Ein Stück vielbefahrenen Autostraße - einiges Warten - bis alle wieder eingesammelt sind und so verflog die Zeit in nu. Ansonsten hätten wir uns noch etwas länger auf den Stadtstrand in Mnichovo Hradiste aufhalten können.
Für heute war nur eine Verpflegung geplant - dank Streeckensperrung verlängerte sich das Teilstück und etliche hatten eine leere Trinkflasche und noch mehr Appetit als wir endlich am Verpflegungspunkt ankommen. Alle Stunde hält ein Zug - wartet den Gegenverkehr ab - fährt weiter. So wird es wenigstens unseren Begleit-Team nicht langweilig bis wir mit erheblicher Verspätung eintreffen. Für viele bleibt schmerzlich in Erinnerung, dass es heute keinen Kaffee von Sergio & Luisa im Angebot war. Beide hatten sich heute "frei" genommen. Sie sind direkt von Jicin nach Melnik gefahren und haben im Anschluss einen Ausflug nach Prag unternommen. Beide waren noch nie in Prag, die Gelegenheit war günstig und wurde genutzt. Ich habe es Ihnen aus vollen Herzen gegönnt. Prag ist immer eine Reise wert.
Die Fahrt bis zum Etappenziel hat einiges auf und ab, sowie ein langes Tal zum Rollen zu bieten. Fotostopp an der Burg Kokorin. Heute war wirklich eine Burgen - Etappe.
Über einen Extra-Abstecher konnte man sich noch paar besondere Felsen mit Skulpturen anschauen. In Sandstein wurden verschiedene Figuren gehauen und im Felsen ganze Kammern zum eintreten geschlagen
Am Abend übernachten wir in Melnik. Der Ort hat einen historischen Kern und keinen rechteckigen, sondern runden Platz. Prag ist nicht weit, aber hier sind noch kaum Touristen zu sehen.
Von der Burg kann man auf die Fluß-Auen blicken. Hier fließt die Moldau in die Elbe (bzw. die Vitava in die Labe). Leider ist der Hang so steil, dass die Mündungen nicht fotogen in der Landschaft liegen.
Bei der heutigen Etappe gibt es zwei Varianten. Die kürzere Route führt an Prag vorbei und die andere führt über den Hradschin - der Prager Burg. Viele waren schon in Prag und bevorzugen die kürzere Etappe. Zu siebt machen wir uns auf den Weg. Zunächst an der Burg von Melnik vorbei und hinab ins Tal der Labe / Elbe.
Immer auf Nebenstrecken und später auf den Radweg der Vitava / Moldau entlang, kommen wir verkehrsarm ins Zentrum von Prag.
Zuerst durchqueren wir das Messe-Zentrum mit seinen teilweise historischen Hallen im Jugendstil. Immer auf Radrouten entlang kommen wir dann auf den Aussichtshügel von Prag. Über uns das Prager Metronom und unter uns liegen die Moldau-Brücken. Herrlicher Blick auf die Altstadt, Karlsbrücke und Prager Burg.
Auf den Weg zur Prager Burg müssen wir aus den Sattel. Fußgängerzone und da hier der Regierungssitz ist natürlich auch die Polizei vor Ort, die genau kontrolliert. Kurzes Sight-Seeing am Veits-Dom. Auf einmal wimmelt es nur so von Touristen.
Also nichts wie raus aus der Stadt. Wieder über Radwege und später über Nebenstrecken, so dass sich der Hauptstadt-Verkehr in Grenzen hält. Wie ging es der anderen Gruppe? Zumindest Josef scheint seine innere Balance gefunden zu haben. Förmlich fliegt er uns bei einer Pause davon - und das auch noch in Rad-Schuhen.